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Der Saum, auch Ohm genannt, (althochdeutsch / mittelhochdeutsch soum, angelsächsisch seam, mittellateinisch sauma, sagma) ist ein mittelalterliches Flüssigkeitsmaß.

Beschreibung

Die Ladung, die ein Lastpferd tragen kann, war beispielsweise die sagma olei (Falkensteiner Kodex um 1180). Im Mittelalter war der Saum auch häufig die Einheit, nach der die Zollsätze der Waren abgestuft wurden: "de sagma una de cera duas massiolas" (Raffelstädter Zollordnung um 906). Zuweilen wurde es auch als Maß von bestimmter Größe oder Schwere verwendet.

  • Bei den Angelsachsen wurde ein Saum Getreide auf 8 Scheffel oder einen Quarter — 290 L angeschlagen.
  • In Österreich wurde zuletzt ein Saum Stahl gleich 2 Lägel von 125 Pfund, also 250 Pfund = 140 kg gerechnet.
  • In der Schweiz hielt der Saum 100 Maß oder 150 L.

Quellen

  • Geschichte der Angelsachsen. Liebermann. 1903-1912. Band II, S. 634.
  • Taschenbuch der Münz- usw. Verhältnisse. Noback, 1851. S. 1465.
  • Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Johannes Hoops. 1918-1919. Band 4, S. 84. Artikel: A. Luschin v. Ebengreuth.

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