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Als Schmuck (gripir) wurden im Mittelalter z.B. gemusterte Armbänder aus goldgewirktem Seidenstoff, Armringe und Halsringe aus Gold und Silber, Fingerringe aus Gold, verschiedene Hängeschmuckarten sowie prächtige Fibeln, Spangen, Gürtelplatten, Brust- und Schulternadeln getragen.

Allgemeines

Viele dieser Schmucksachen waren kunstfertig gearbeitet und häufig mit Tiermotiven geschmückt, die Ringe oft als Schlangen mit Kopf und Schwanz, der sich mehrere Male rund um den Arm oder Hals wand. Auch die Waffen, die durchaus mit zur Kleidung oder Schmuck gerechnet werden konnten, waren oft mit außerordentlicher Pracht ausgestattet, damasziert, ornamentiert und reich geschmückt mit Silber und Gold.

Die Frauen Nordeuropas trugen zudem hauptsächlich verschiedene Fibeln, Spangen und Gewandnadeln (nist, sylgja, dálkr), teils ringförmige oder ovale, teils dreieckige oder schalenförmige, verschiedenen Hängeschmuck, teils Hängeplatten (kinga), teils Amulette, die nach Einführung des Christentums durch ein Goldkreuz (gullkors) abgelöst wurden, sowie große, runde Brustplatten (brjóstkringla), die paarweise auf der Brust auf beiden Seiten getragen wurden. Außerdem ein Halsband mit Glasperlen (steinasörvi) sowie Hals-, Arm- und Fingerringe.

Edelsteinschmuck

Im Altertum wurden von den Germanen meisten Halbedelsteine, wie Achat, Karneol und Bergkristall, als Perlen oder zuweilen auch als Siegelsteine in Goldfingerringen verwendet. Von der spätrömischen Zeit, der Völkerwanderung bis ins Frühmittelalter (etwa 200 bis 750, 800 n. Chr.) hinein wurden dann Granate, sog. Almandine, sehr häufig zur Einlegung auf Schmuckgegenständen, Schwerten u. a. verwendet; entweder als isolierte Kristalle oder geschliffen als Emaillearbeit (Email cloisonné). [1]

Galerie

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Quellen

Einzelnachweise

  1. Hoops, RdgA Bd. I, S. 497 f.

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