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Siklingar ist ein ein Familienname aus der germanischen Heldendichtung.

Hintergrund

Die Snorra-Edda nennt einen dunklen, nach Ort und Zeit unbestimmten König Halfdan gamli als Vater zahlreicher Söhne, von denen teils sagenhafte, teils grammatisch abstrahierte Fürstengeschlechter stammen sollen. Der jüngste der Söhne ist Sigarr: "... von ihm stammen die Siklingar, das ist das Geschlecht Siggeirs, des Schwiegersohns von Völsungr, und das Geschlecht Sigars, der den Hagbard henkte." Dieses Verwandtschaftsverhältnis läßt sich durch andere Quellen allerdings nicht kontrollieren [1]. Siklingr erscheint in der Dichtung mehrmals mit der Bedeutung Held oder Fürst; ob es, auf Helgi Hundingsbani und seine Krieger angewandt [2] Gentilname sein soll, ist fraglich. Sophus Bugge leitete es von *Siggeirlingr (oxytoniert) her.

Hagbardsage

Der zweite der obigen Sigare, der Dänenkönig der Hagbardsage, steht bei Saxo Grammaticus inmitten einer sonst unbekannten Geschlechtslinie, die von einem Gauten Unguinus (Yngvin) über Syvaldus-Sigarus-Alf-Guritha zu dem wohlbekannten, bei den Isländern mit andern Vorfahren ausgestatteten Harald Hilditann führt. Der dänische Literaturwissenschaftler und Ethnologe Svend Grundtvig (1824–1883) vermutete, dass dieser Namens Reihe der Name Siklingar zukam. Danach versteht man unter "Siklingsagen" besonders die von Saxo Grammaticus erzählten vier Brautwerbungsgeschichten, denen eine gefühlvolle, erotische Haltung gemeinsam ist. [3]

Nur die eine, Hagbard und Signe, gehört dem alten heroischen Stil an. Es fragt sich, ob die anderen gleich für diesen Zyklus gedichtet wurden; die genealogische Verknüpfung könnte, wenn auch vorsaxonisch, sekundär sein. Falls der Sippenname Siklingar alt ist, hat Sigar-Sigehere, als altbeglaubigte Gestalt, das meiste Anrecht darauf. Eine alte siklingische Sagenreihe aber, den Skjöldungen- und Ynglingenreihen vergleichbar, ist nicht bekannt.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Flateyjarbok. I, 25. Kristiania 1860-68. ist eine junge Erweiterung der gen. Angabe
  2. Helgakvidha Hundingsbana fyrri, 26. 46; Helgakvidha Hundingsbana önnur, 14. 24
  3. Udsigt over den nordiske oldtids heroiske digtning: tre forelaesninger. Svend Grundtvig. Gyldendalske boghandel (F. Hegel), 1867. S. 54 ff.

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