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Die St. Peter's Church in Barton-upon-Humber (North Lincolnshire, England) ist eine ehemalige Pfarrkirche. Die Errichtung dieser sog. engl. Anglo-Saxon turriform church (benannt nach der ursprünglichen Bauweise um den Mittelturm) fällt in die Zweite Periode (8.-10. Jh.) der Angelsächsischen Kirchenbaukunst.

Beschreibung

Die St. Peter's Church in Barton-upon-Humber ist eines der bekanntesten angelsächsischen Gebäude, teilweise aufgrund seiner Rolle in der Identifizierung des Stil der Angelsächsischen Kirchenbaukunst. Heute wird diese ehemalige Kirche als historisch bedeutsame Stätte vom English Heritage unterhalten und beherbergt eine Ausstellung zu seiner Geschichte. [1]

Kirchturm

Die St. Peter's Church in Barton-upon-Humber ist ein gutes Beispiel einer angelsächsischen Turmschiffkirche (engl. Anglo-Saxon turriform church), in der das Untergeschoß eines Angelsächsischen Kirchturms den Hauptteil der Kirche bildete und ein Chorbogen in der östlichen Mauer des Turmes in einen kleinen angefügten Priesterraum führte.

Gegenwärtig sieht man an der Stelle eine geräumige, spätmittelalterliche Kirche mit Seitenschiffen und einem vierseitigen sächsischen Westturm (Abb. 36). Westlich davon erstreckt sich ein Anbau, zu dem vom Turm aus man Zugang hat und der bloß als Rumpelkammer benutzt wird.

Um das Aussehen der Kirche, wie sie in sächsischen Zeiten war, wiederherzustellen, muß man das gegenwärtige Mittelschiff wegdenken und einen kleinen Chor östlich vom Turm an seine Stelle setzen, der in Größe und Lage dem westlichen Anbau entspricht.

Angelsächsische Anlage

Die Abb. 37 und Abb. 38 geben uns eine Ansicht und einen Plan der Kirche in ihrer damaligen Beschaffenheit, während Abb. 39 die östliche Vorderseite des Turmes zeigt, wie sie erschien, als sie im Jahre 1897 infolge einiger Änderungen ihres Verputzes beraubt wurde. Es wurden damals die Spuren der Seitenmauern des ursprünglichen Chors entdeckt, und Ausgrabungen unter dem Fußboden ermöglichten es, seinen Grundriss wieder herzustellen, wie ihn Abb. 38 veranschaulicht.

Zu beachten ist die Dünne der Mauern: 76 cm; die Mauern des Turmes sind nicht dicker als die der Anbauten, obgleich diese viel niedriger waren. Auch die mangelhafte Aufführung der Fundamente des westlichen Anbaues ist bemerkenswert, da eine solche Nachlässigkeit unter den angelsächsischen Baumeistern üblich war.

Die St. Peter's Church zeigt in ihren dekorativen Lisenen, ihren doppelt ausgeschrägten Fenstern und den Mittelmauerschäften (Abb. 40) die typischen Kennzeichen der dritten Periode der Angelsächsischen Kirchenbaukunst (10.-11. Jh.). Sie gehört jedoch in den Anfang der Periode und wurde wahrscheinlich im 10. Jhd. erbaut; denn das jetzige oberste, Geschoß des Turmes stammt aus späterer Zeit als die anderen Teile, gehört aber noch der angelsächsischen Periode an.

Galerie

Quellen

Einzelnachweise

  1. Wikipedia: St Peter's Church, Barton-upon-Humber (Engl.)

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