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Die Stormarn oder auch Sturmarii (eh. Sturmi) waren ein nordelbischer Stamm der Sachsen, im Gebiet des heutigen Schleswig-Holsteins. Zusammen mit den Ditmarschen und den Holsten werden sie im 11. Jh. von Adam von Bremen belegt, reichen in ihrer Existenz jedoch bis ins Altertum zurück.

Beschreibung

Die Stormarn saßen an der Elbe um Hamburg. Ihr Name wird von Adam von Bremen (Hist. eul. c. 61) anno 1076 zusammen mit den anderen beiden nordelbischen Sachsenstämmen (Transalbianorum Saxonum) erklärt: [1]

"Tercii et nobiliores Sturmarii dicuntur, eo quod seditionibus ea gens frequens agitur. Inter quos metropolis Hammaburg caput extollit, olim viris et armis potens, agro et frugibus felix."
übersetzt: "Der dritte und edelste Stamm heißt Stormarn, weil dieser Gau häufig von Stürmen der Unruhe ergriffen wird. In seiner Mitte erhebt die Mutterkirche Hammaburg ihr Haupt, die früher reich war an Männern und Waffen, ergiebig an Land und Früchten."

In der Tat besteht ein mittelbarer Zusammenhang mit dem germ. sturma - 'Sturm, Unruhe, Kampfsturm'. So sind die "Sturmarii" genauso die Nachfolger der "Sturmi" in ihren alten Stammsitzen wie die "Baioarii" die der "Boii". Diese Sturmi selbst rückten jedoch über die Elbe vor, in den nach ihnen genannten "pagus Sturmi" um Verden an der Aller. An sie erinnert auch das lant ze Stürmen oder Sturmlant des Gudrunliedes (Ältere Edda, Gudhrunarkvidha).

Quellen

Einzelnachweise

  1. Adam von Bremen, II, 17, S. 247. (Übersetzung nach der Ed. von Werner Trillmich, FSGA 11, 7. gegenüber der 6. um einen Nachtrag erweiterte Auflage, Darmstadt 2002, S. 137–499 (mit einem Nachtrag S. 758–764.)

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