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Theriak

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Theriak war im Mittelalter ein breiartiges Gemisch aus bis zu 64 Zutaten und mehr. In dieser Heilpaste waren allerlei Absonderlichkeiten zu finden wie gemahlene Knochen, Schlangen, Kröten etc.

Beschreibung

Theriak galt als Universalheilmittel gegen alle möglichen Krankheiten und Gebrechen, u. a. auch gegen Syphilis, Pest und Cholera. Diese Paste wurde daher auch oft als "Himmelsarznei" bezeichnet. Das Mittel wurde sowohl in seriösen Apotheken in kostbaren Gefäßen aufbewahrt, als auch von zweifelhaften, umherziehenden Quacksalbern angeboten. Diese erhielten auch den Beinamen: Theriakhändler.

Um einen einheitlichen Standard der Rezeptur zu wahren und Fälschungen zu unterbinden, sah man sich vielerorts genötigt, Theriak unter Aufsicht von Ärzten, Ratsherrn und Apothekern öffentlich herzustellen. Noch heute wird Theriak in abgewandelter, opiumfreier Zusammensetzung vereinzelt für die volksmedizinische Anwendung angeboten.

Zusammensetzung

Für Theriak sind vielerlei Rezepturen aus dem Mittelalter bis in die Neuzeit überliefert. Zu den darin bis zu 64 aufgeführten Inhaltsstoffen gehörten u.a.: Opium, Spanischer Wein, Angelikawurzel, Virginenhohlwurzel, Baldrianwurzel, Meerzwiebel, Zitwerwurzel, Zimt, Grüner Kardamom, Myrrhe, Eisenvitriol und Honig. Die medizinische Wirksamkeit von Theriak ist allerdings zweifelhaft.

Quellen

  • Thomas Holste: Der Theriakkrämer. Ein Beitrag zur Frühgeschichte der Arzneimittelwerbung, Pattensen/Hannover 1976 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen, 5)

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