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Die wildwachsenden Wassernüsse (Trapa natans L.) fanden sich als Obst bereits in den steinzeitlichen Ausgrabungen Europas. Auch einfache Kultivierungsversuche (s. Obstbau) wurden bereits in vorgeschichtlicher Zeit mit dieser Pflanze gemacht.

Beschreibung

Die Wassernuß war in früheren Zeiten im ganzen mittleren und nördlichen Europa viel allgemeiner verbreitet als heute, und spielte in vorgeschichtlicher Zeit eine nicht unwichtige Rolle als Nahrungsmittel, wie die Funde in den neolithischen Pfahlbauten von Robenhausen und Moosseedorf (Schweiz) und Laibach (Krain) zeigen. Ihr mehlreicher Kern scheint stellenweise zur Brotbereitung gedient zu haben, wie es Plinius (Nat. Hist. 22, 27 [1]) z.B. von den Thrakern am Strymon bezeugt.

Sogar die Mahlsteine, die im Laibacher Pfahlbau (Laibacher Moor) mehrfach gefunden wurden, dienten zum Mahlen der Wassernuß, da von Getreide trotz eifrigen Suchens keine Spur zu entdecken war, während sonst selbst feine Pflänzchen und Blätter sich gut erhalten zeigten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Krainer Pfahlbauern der Steinzeit auf den Gewässern in der Umgebung ihrer Wohnstätten die Wassernuß systematisch pflegten.

Noch im 18. Jhd. wurde die Wassernuß von den Mönchen des Klosters Sittich in Krain in ihren Teichen kultiviert, und noch in der Gegenwart sind ihre Früchte nicht nur bei den Indern und Chinesen und den Anwohnern des Kaspisees, sondern auch in Oberitalien und den dessauischen Bauern ein beliebtes Nahrungsmittel.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Naturalis Historia. Gaius Plinius Secundus. Um 77 n. Chr. Volltext (lat.) auf Wikisource.

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