Fandom

Mittelalter Wiki

Wiener Genesis

2.462Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Kommentare0 Teilen

Die Wiener Genesis (ÖNB cod. theol. gr. 31) ist eine illuminierte Handschrift, die wahrscheinlich in Syrien (Byzantinisches Reich) in der ersten Hälfte des 6. Jhs. gefertigt wurde. Sie gehört zu den ältesten gut erhaltenen illustrierten biblischen Kodizes.

Beschreibung

Der Kodex ist mit Silbertinte in Unzialschrift auf mit Purpur gefärbtem Kalbspergament geschrieben. Nomina sacra sind in Goldtinte geschrieben. Die Illustrationen sind in einem naturalistischen Stil gehalten, der typisch für die römische Malerei dieser Zeit ist.

Die Illustrationen enthalten Vorfälle und Personen, die nicht im biblischen Text vorkommen. Diese stammen vermutlich aus volkstümlichen Ausschmückungen der Geschichte oder aus jüdischen Umschreibungen des Texts. Die Wiener Genesis könnte in derselben Periode und am selben Ort wie der Codex Sinopensis und der Codex Rossanensis gefertigt worden sein. [1]

Illustrationen

Die Illustrationen der Wiener Genesis zeigen Darstellungen aus dem alten Testament. Diese interessanten Bildwerke aus der Zeit um 550 sind byzantinischen Ursprungs und gaben schon manchen Forschern Stoff zu näherer Untersuchung und Besprechung. Die Mehrzahl der Bilder setzt die Entstehungszeit des Pergament-Codex in ein früheres Jahrhundert. Allerdings zeigen die Werke der früheren Perioden, bei größerer Steifheit in Zeichnung und Bewegungen, doch noch strenger den römischen Typus, besonders in den Gewändern (vgl. Kleidung der Römischen Kaiserzeit). Selbst für das 6. Jh. ist die Auffassung der Handlung ungemöhnlich frei und sprechend. Wir sehen in diesem Werk die Trachten und Gerätschaften, wie sie sich bis ins 11. Jh. erhalten haben. [2]

Quellen

  1. Wikipedia: Wiener Genesis (Version vom 17.03.2017)
  2. Trachten, Kunstwerke und Geräthschaften vom frühen Mittelalter bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts (Internet Archive). Band 1-10 : nach gleichzeitigen Originalen. Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck. Frankfurt am Main : H. Keller, 1879. S. 7, Tafel 6.
  3. Anmerkung: Der Altar zeigt die wesentlichen Bestandteile solcher Einrichtungen aus der frühchristlichen Zeit bis zum 10. Jh. Der freistehende Altartisch, umgeben von vier Säulen, auf welchen ein dachförmiger Baldachin ruht. Die Kapitäle verbunden mit Stangen, daran ein verschiebbarer Vorhang. Man nannte das Ganze Ziborium, welcher Ausdruck später nur für den Hostienbehälter gebraucht wurde.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki