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Der Eber mit seiner gewaltigen Körperkraft und blinden Kampfeswut glich den Kriegern in ihrer Raserei. So trugen Kämpfer verschiedener Völker im Mittelalter das Abbild dieses Tiers als talismanische Abzeichen auf Helmen und Schilden, und die Kriegstrompeten dröhnten aus bronzenen Eberköpfen über die Reihen der Kämpfer hinweg.

Beschreibung

Das Wildschwein ist in Europa und Asien verbreitet. Von ihm stammen alle unsere Hausschweine ab. Bereits 7000 v. Chr. wurde das Wildschwein in verschiedenen Teilen der Welt (Zum Beispiel Zentral- und Vorderasien) domestiziert. Wildschweine sind sehr anpassungsfähig und bilden feste Gruppen, sogenannte Rotten. Angeführt werden diese Rotten von erfahrenen Weibchen, die man Bachen nennt. Die männlichen Wildschweine nennt man Keiler und den Nachwuchs Frischlinge. Kommt eine Bache um, werden die Frischlinge von einer anderen Bache ihrer Rotte adoptiert. [1]

Wirtschaftliche Bedeutung

Als Fleischspeise wurden Wildschweine bereits in den steinzeitlichen Pfahlbauten der Schweiz nachgewiesen, sowie in der jüngeren Steinzeit in Schweden. Selbst die Helden in Walhalla wussten laut der Edda nichts Schöneres als Bier zu trinken und Eberfleisch zu essen. [2]

Mythologische Bedeutung

In der nordischen Mythologie wurde dem Eber u.a. in Form von Gullinborsti "der mit den goldenen Borsten" ein Denkmal gesetzt. Er ist der ständige Begleiter des germanischen Gottes Freyr.

Bedeutung bei den Kelten

Bei den Kelten stand der Eber für Krieg, Kampf und Verwüstung. Die Jagd auf den wütenden Eber war eine der größten Mutproben, bei denen so mancher Jäger die Grenze zur Anderswelt endgültig überschritt. Twrch Trwyth ist der walisische Eber, der tödlichen Schrecken verbreitet und vermutlich ein alter Ebergott war. In den Sagen wurde er von Artus gejagt und schließlich ins Meer getrieben. Auch Teutates wurde in der späteren keltischen Zeit mit dem Eber in Verbindung gebracht. Mal wird er abgebildet, wie ihm siegreiche Krieger einen Eber als Opfer darbringen, ein anderes Mal wird er auf Münzen ebergestaltig dargestellt.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Wildschwein - Arche Warder; Zentrum für alte Haus- und Nutztierrassen e.V. Langwedeler Weg 11, 24646 Warder.
  2. Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Band 2. Johannes Hoops, 1918-1919. S. 64 ff.

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